Allgemein Radsportjugend

Gemeinsam Verantwortung übernehmen – Der Radsportverband Niedersachsen entwickelt ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt im Sport

Der Radsportverband Niedersachsen e. V. hat unter der Leitung seines Präsidiums ein wichtiges und zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht: die Entwicklung eines Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt im Sport.

Mit diesem Schritt bekennt sich unser Verband klar zu seiner Verantwortung, den Radsport für alle Beteiligten zu einem sicheren Ort zu machen. Dabei geht es nicht nur um den Schutz von Kindern und Jugendlichen, sondern um den Schutz aller Menschen, die unseren Sport ausüben, begleiten und ermöglichen – Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, Kampfrichterinnen und Kampfrichter, Ehrenamtliche, Hauptamtliche sowie alle weiteren Engagierten.

Bei der Erarbeitung des Schutzkonzeptes werden wir durch den vom LandesSportBund (LSB) Niedersachsen begleiteten Berater Arndt Kohlmann aus Göttingen fachlich unterstützt. Gemeinsam werden wir in den kommenden Monaten ein umfassendes Konzept entwickeln, das den Anforderungen des LSB Niedersachsen und der Sportjugend Niedersachsen entspricht und zugleich auf die besonderen Strukturen unseres Verbandes zugeschnitten ist. Schutzkonzepte gelten heute als wichtiger Bestandteil einer verantwortungsvollen Verbands- und Vereinsarbeit und schaffen klare Strukturen für Prävention, Intervention und Handlungssicherheit.

Ein erster wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht: Die ersten beiden Bausteine des Projektes konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Das zeigt, dass wir den eingeschlagenen Weg konsequent und mit großer Überzeugung verfolgen.

Die Entwicklung eines wirksamen Schutzkonzeptes ist jedoch weit mehr als das Erstellen eines Dokuments. Sie umfasst die Analyse bestehender Strukturen, die Entwicklung verbindlicher Verhaltensregeln, klarer Zuständigkeiten und Handlungsabläufe sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung und Qualifizierung aller Beteiligten. Ziel ist es, eine Kultur des Hinsehens, des Respekts und der Verantwortung zu schaffen, die allen Menschen im Radsport Sicherheit gibt. Gleichzeitig bietet ein klar definiertes Regelwerk auch den vielen Ehrenamtlichen und Verantwortlichen Orientierung und Schutz in ihrem täglichen Handeln.

Ein besonderes Anliegen ist es uns, das Schutzkonzept so praxisnah zu gestalten, dass es auch unseren Mitgliedsvereinen als wertvolle Vorlage und Leitlinie dienen kann. Viele Inhalte sollen sich unkompliziert auf die Vereinsarbeit übertragen und an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen lassen.

Allen Vereinen, die ein eigenes Schutzkonzept entwickeln möchten, empfehlen wir ausdrücklich die Beratungs- und Unterstützungsangebote des LSB Niedersachsen und der Sportjugend Niedersachsen. Dort werden Vereine während des gesamten Entwicklungsprozesses fachlich begleitet und erhalten umfangreiche Hilfestellungen sowie bewährte Materialien für die Umsetzung. Weitere Informationen zu den Angeboten der Sportjugend: https://www.sportjugend-nds.de/themen/schutz-vor-sex-gewalt-im-sport/sport-im-verein-ja-sicher

Uns ist bewusst, dass dieses Projekt einen großen organisatorischen und inhaltlichen Umfang hat. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. Ein wirksames Schutzkonzept lebt von den Erfahrungen, Ideen und der Mitarbeit der Menschen, die unseren Sport gestalten.

Deshalb laden wir alle herzlich ein, sich einzubringen. Wir freuen uns über Anregungen, Fragen, Rückmeldungen und jede Form der Unterstützung. Wer sich aktiv an diesem wichtigen Projekt beteiligen möchte oder Interesse am Austausch hat, ist herzlich eingeladen, sich an die Geschäftsstelle des Radsportverbandes Niedersachsen zu wenden.

Gemeinsam schaffen wir einen Radsport, der von Vertrauen, Respekt und Verantwortung geprägt ist – und in dem sich alle Menschen sicher und willkommen fühlen.