Allgemein

Mountainbike-Marathon-Landesverbandsmeisterschaft 2026

Bericht: Marcus Lemke, KO Mountainbike

Das vergangene Wochenende ist der Beweis, dass der norddeutsche Mountainbike-Marathon noch lebt und sich im Harz bester Gesundheit erfreut. So hat die Landesverbandsmeisterschaft 2026 eindrucksvoll gezeigt, wie stark und lebendig diese Disziplin in unserer Region vertreten sein kann.

Am 7. Juni 2026 richtete die Nordharzer RSG Bad Harzburg e.V. im Rahmen der Harzer Bike Days die Landes-verbandsmeisterschaft Mountainbike-Marathon aus. Den Organisatoren Christian und Thomas sowie ihrem gesamten Team gebührt ein besonderer Dank für die Durchführung dieser Veranstaltung und die Schaffung einer Strecke, die auch den internationalen Vergleich nicht scheuen muss.

So fielen die Rückmeldungen der rund 130 Teilnehmenden aus verschiedenen Bundesländern durchweg positiv aus. Gelobt wurde insbesondere die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Streckenführung mit steilen technischen Anstiegen, schnellen Abfahrten, wurzelreichen Singletrails und ausgewählten Passagen durch den Bikepark. Die Strecke verlangte den Fahrerinnen und Fahrern eine gehörige Portion Fahrkönnen und Bikebeherrschung ab und bot gleichzeitig genau die Herausforderungen, die den Mountainbike-Marathonsport auszeichnen.

Der Weg bis zur Veranstaltung war allerdings alles andere als einfach. So hatten die Veranstalter im Zuge der monatelangen Planung mehrere behördliche Genehmigungen einzuholen und intensive Abstimmungen mit verschiedenen Beteiligten zu führen, bevor die Strecke endgültig freigegeben werden konnte. Selbst wenige Tage vor dem Rennen waren noch kurzfristige Anpassungen erforderlich. So musste ein Streckenabschnitt aufgrund von Einwänden eines Jagdpächters neu geplant werden. Zusätzlich wurde am Vortag des Rennens festgestellt, dass ein bereits ausgeschilderter und eigens vorbereiteter Streckenabschnitt von Unbekannten mit Ästen und Gehölz blockiert worden war. Dank des großen Engagements der Organisatoren konnten jedoch auch diese Heraus-forderungen rechtzeitig bewältigt werden.

Pünktlich um 9:00 Uhr gingen die ersten Teilnehmenden bei kühlen Temperaturen auf die vom nächtlichen Regen noch feuchte Strecke. Für die männliche Elite und die männlichen Masters 1 standen 4 Runden mit insgesamt 92 km und 2.800 hm auf dem Programm, während die LVM der Damen sowie der Masters 2 bis 4 über 3 Runden mit 69 km und 2.100 hm ausgefahren wurde. Die Junioren hatten sich 2 Runden über 46 km und die U17 einer 23 km langen Runde mit 700 hm zu stellen.

Am späten Vormittag setzte dann durchgehender Regen ein, der die Bedingungen zusätzlich erschwerte und insbesondere die technischen Abfahrten noch anspruchsvoller machte. Trotz der schwierigen Verhältnisse verlief die Veranstaltung erfreulicherweise ohne schwerwiegende Unfälle oder Verletzungen.

Im Ziel überwogen dann erschöpfte, aber zufriedene Gesichter. Die Sportlerinnen und Sportler hatten sich einer anspruchsvollen Herausforderung gestellt und können stolz auf ihre Leistungen sein.

Zur Siegerehrung zeigte sich das Wetter schließlich wieder ein wenig freundlicher. In würdigem Rahmen konnten die Landesbesten geehrt und die neuen Landesmeisterinnen und Landesmeister im Mountainbike-Marathon gekürt werden.

           

Die Landesverbandsmeisterschaft 2026 hat eindrucksvoll bewiesen, dass der Mountainbike-Marathonsport im Harz hervorragend aufgestellt ist. Der Landesverband bedankt sich bei der Nordharzer RSG Bad Harzburg, der Tourismuszentrale Bocksberg-Hahneklee und den vielen Helferinnen und Helfern, den Partnern und Unterstützern sowie den zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Und das sind unsere Landesbesten und Landesmeisterinnen und Landesmeister:

U17weiblich (23 km Strecke): Landesbeste:  Loisa Lüer (RSG Nordheide) / 2. Platz:  Paula Schübeler (RSG Hannover)

U17männlich: Landesbester:  Julius Lüer (RSG Nordheide)  / 2. Platz:   Ariano Altmann (TuS Bramsche/Base2Peak Racingteam)

Junioren (46km Strecke): Landesbester Kjell Kaczmarek (RSC Hildesheim)

Frauen (69 km Strecke): Landesbeste: Evke Hollwedel (RSV Bruchhausen-Vilsen)

Frauen Master (69 km Strecke): Landesbeste:  Josephine Noack (RSG Nordheide)

Männer Master 2 (69 km Strecke): Landesmeister:  Sven Lorenzen (RV Concordia Hannover) / 2, Platz:  Patrick Weber (RSG Nordheide) / 3. Platz:  Sebastian Heinrichs (Mood MoodEndurance Team Braunschweig)

Männer Master 3 (69 km Strecke): Landesmeister:  Olaf Nützsche (RSC Hildesheim / RapiroCycling Team) / 2. Platz:  Guido Kosler(Bike Sport Bad Salzdetfurth) / 3. Platz: Michael Gießler (RSG Hannover)

Männer Master 1 (92km Strecke): Landesbester: Tom Bohleke (DDMC Solling / R2Crew)

Elite (92 km Strecke): Landesbester: Joris Lemke (RSV Team Springe /Base2Peak Racingteam) / 2.Platz:  Benn Drossart (RSG Nordheide

Vollständige Ergebnisse 

Ich habe nach dem Rennen mit einigen AthletInnen gesprochen und das haben sie zu ihrem Rennen gesagt:

Loisa Lüer: Bei den Harzer Bike Days in Hahnenklee habe ich mich im Rennen richtig gefordert gefühlt, da ich die gesamte Strecke alleine gefahren bin. Dadurch konnte ich wertvolle Rennerfahrungen sammeln.  Die Strecke war hervorragend. Sowohl die schmalen Anstiege als auch die Abfahrten waren sehr technisch und anspruchsvoll. Die Harzer Bike Days waren top organisiert. Die Atmosphäre war großartig, und insgesamt war es einfach eine gelungene und tolle Veranstaltung. 

Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Julius Lüer: Kurz nach dem Ende der Neutralisation bildete sich eine vierköpfige Spitzengruppe. Diese vier Fahrer belegten am Ende auch die ersten vier Plätze der Gesamtwertung. Die ersten fünf Kilometer sind wir gemeinsam gefahren, bevor sich die Gruppe in zwei Zweiergruppen aufgeteilt hat. Ich befand mich dabei zusammen mit dem späteren Gesamtsieger. Im weiteren Rennverlauf hatten wir immer wieder kleinere Abstände zueinander. Bei Kilometer 13 bis 14 konnte ich das hohe Tempo schließlich nicht mehr mitgehen und musste die letzten zehn Kilometer alleine absolvieren. Am letzten kleineren Anstieg vor dem Ziel habe ich mich nicht besonders gut gefühlt und dort noch einmal etwas Zeit verloren. Trotzdem konnte ich mir am Ende den Gesamtsieg in der U17 sichern und belegte Platz 2 in der Gesamtwertung. Damit wurde ich außerdem Landesmeister in der U17.

Mit meinem Rennen und dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Strecke hat mir sehr gut gefallen, besonders die vielen technischen Passagen machten sie abwechslungsreich und anspruchsvoll. Auch die Veranstaltung war hervorragend organisiert. Ich freue mich schon darauf, nächstes Jahr wieder an den Start zu gehen.

Ariano Altmann: Das Zeitfahren am Samstag war sehr toll, nur muss ich noch den Start bei sowas lernen! Mein Problem war nämlich, dass ich zu schnell gestartet bin und dadurch 20 sek. verloren habe. Aber ich habe alles gegeben! Die 23 km am nächsten Tag waren sehr anstrengend, aber ich habe sie bezwungen. Die erste Hälfte kam mir entgegen ,da sie sehr technisch war und ich dadurch besser Meter gut machen konnte aber meine Gegner konnten dass auch und konnten sich einen Vorsprung bei einer Stelle herausfahren, an der ich kurz Kraft tanken musste. Im weiteren Verlauf kam eine Bergabstrecke und ich konnte mir einen 2 minütigen Abstand herausfausfahren, bin dann nach 5km am Berg aber wieder eingebrochen. Abschließend war es wieder mal ein klasse Event und ich liebe, dass es gut organisiert war. Sie hatten da gutes essen und die Veranstalter waren super nett und haben die Stimmung sehr gut hochgehalten!