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Dreifaches Podium für den MTB-Nachwuchs aus Niedersachsen

(Bericht von Marcus Lemke, KO Mountainbike)

Am vergangenen Samstag stellte der niedersächsische MTB-Nachwuchs im Rahmen des Bike Marathons in Willingen erneut sein außerordentliches Talent unter Beweis. So traten Loisa Lüer, Julius Lüer (beide RSG Nordheide) und Ariano Altmann (TuS Bramsche / B2P Racingteam) auf der Kurzstrecke über 33,7 km an und hatten nach den kräftigen Regenfällen in der Nacht vor dem Rennen im Rahmen ihrer Runde nicht nur eine Reihe von matschigen Singletrails zu bewältigen, sondern auch 830 mitunter äußerst steile Höhenmeter.

Das bemerkenswerteste Ergebnis lieferte Loisa Lüer (Jahrgang 2012) ab. Obwohl Loisa altersmäßig noch der U15 zuzuordnen ist, durfte sie in der Altersklasse U17 starten und konnte mit einer Rennzeit von 1 Stunde 39 Minuten nicht nur diese Altersklasse für sich entscheiden, sondern fuhr mit einem Vorsprung von mehr als 8 Minuten auch als schnellste Frau des Tages in diesem Rennen über den Zielstrich. Ein Blick auf das international stark besetzte Teilnehmerinnenfeld unterstreicht nochmal den Wert dieser Leistung, denn immerhin stellten sich 29 Damen aus 4 Nationen (Niederlande, Italien, Griechenland und Deutschland) dem Wettbewerb auf dieser Distanz.

   Ich habe Loisa nach dem Rennen gefragt, wie es für sie gelaufen ist und das hier ist ihre Antwort: „Für meine erste Teilnahme am Bike Marathon Willingen war das Ziel, die Gesamtwertung der U15/U17 zu gewinnen, was gelungen ist. Außerdem wollte ich in der Damenwertung ganz vorne mitfahren, was mit dem Sieg in der Damenwertung ebenfalls geklappt hat. Direkt nach dem Start konnte ich mich einer größeren Gruppe anschließen. Die Gruppe ist allerdings nicht geschlossen gefahren, sondern hat sich immer wieder etwas auseinandergezogen. Dadurch musste ich mein Tempo über weite Strecken selbst finden und konstant durchfahren. Insgesamt bin ich mit dem Rennen und dem Ergebnis sehr zufrieden. Mit dem Gesamtsieg in der U15/U17 sowie Platz 1 in der Damenwertung konnte ich meine Ziele erreichen und einen erfolgreichen Wettkampf absolvieren. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder am Start.“

In der Männerklasse konnte Julius Lüer mit einer Fahrzeit von 1:25:31,0 den 5. Rang belegen (nur 6 Sekunden hinter dem 3. Podiumsplatz) und sicherte sich damit den Sieg in der Altersklasse U17 vor dem Zweitplatzierten Ariano Altmann. Dieser hatte morgens noch mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen , konnte mit einer Gesamtfahrzeit von 1:30:16,0 aber noch immer eine TopTen-Platzierung unter mehr als 100 Startern aus drei Nationen im Gesamtrennen erringen. Das Podest der U17 wird durch den Niederländer Binc van Otterlo komplettiert.

Zum Rennen befragt hat Julius folgendes Statement abgegeben:

„Ziel war es, den Gesamtsieg in der U17 zu holen, was geklappt hat. Ein weiteres Ziel war es, in die Top 10 der Gesamtwertung zu fahren, was mit Platz 5 ebenfalls gelungen ist. Früh im Rennen konnte ich mich mit einem weiteren Fahrer zusammenschließen. Im weiteren Rennverlauf kamen noch zwei weitere Fahrer hinzu, sodass wir einen Großteil des Rennens gemeinsam gefahren sind. Das Rennen begann direkt mit einem langen Anstieg, der das Feld früh auseinandergezogen hat. Etwa zur Hälfte der Strecke folgte ein weiterer kurzer, aber sehr harter Anstieg, der nochmals viel Kraft gekostet hat. Problematisch war, dass wir mit unserer Gruppe auf Fahrer der Mitteldistanz aufgefahren sind. Dadurch mussten wir immer wieder überholen, was nicht immer problemlos funktioniert hat. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Rennen und dem Ergebnis. Mit dem U17-Gesamtsieg und Platz 5 in der Gesamtwertung konnte ich meine Ziele erreichen.“

Und Ariano hat sich nach dem Rennen so geäußert:

„Ja das Rennen, das war sehr gut, es war ein schönes Event. Mir ging es selber nicht sehr gut am Morgen, weil ich am Vorabend etwas Falsches gegessen hatte. Ich bin dann aber trotzdem ganz gut in das Rennen reingekommen. Vielleicht wäre ich ihne die Magenprobleme am Anfang beim ersten Berg länger drangeblieben, aber das neue Fahrrad, das ich erst einen Tag vorher bekommen habe, hat sich super gefahren. Die Umstellung hat gut geklappt und während des Rennens habe ich mich auch gut mit einem erwachsenen Fahrer gebattlet. Die steilen und langen Anstiege haben mir gut gelegen, aber teilweise ging es bergab über eine nasse Wiese, das mochte ich eigentlich nicht so gerne. Das Rennen war aber sehr gut ausgeschildert und ich habe mich nicht verfahren. Als ich im Ziel war, hab ich auf Joris und Aaron gewartet und da gab’s ja für die Fahrer auch kostenlos was zu essen konnte. Das war schon sehr gut organisiert. Ansonsten freue ich mich jetzt schon auf das Rennen in Hahnenklee und ich habe mir vorgenommen, dort noch länger dranzubleiben.“