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Bahnsichtung in Frankfurt/Oder am 27./28. September 2025 (ein Bericht von Jona Martens)

Am Wochenende 27./28. September 2025 fand in Frankfurt/Oder ein Bahn-Sichtungsrennen statt, zu dem Niedersachsen mit einigen Sportlern anreiste. Für einige von uns (Clemens, Josse, Levi, Mikis, Nikita, Theo und mich) sollten es die ersten Wettkämpfe in der nächsthöheren Altersklasse U 19 bzw. U 17 sein – und damit eine ganz schöne Herausforderung, sich unter den Älteren irgendwie zu behaupten.

Der Anreisetag am Freitag startete mit der langen Fahrt nach Frankfurt/Oder. Vor Ort angekommen, hieß es auspacken, Räder aufbauen, Sitzpositionen kontrollieren und verbessern und dann ging es ab auf die Bahn, um sich an den Zeitfahraufsatz sowie die Bahn zu gewöhnen. Nach ein paar Stunden gingen wir zur Kantine, um uns nach dem anstrengenden Tag zu stärken. Anschließend ging es weiter zur Unterkunft. Bei der abendlichen Teamsitzung haben wir den Plan für den Folgetag besprochen und noch ein paar Tipps für die Rennen bekommen. Danach ging es auf´s Zimmer und schlafen.

Der erste Wettkampftag begann für uns um 6 Uhr morgens, denn um 6:45 Uhr fuhren wir schon mit dem Bus zur Kantine der Oderlandhalle. Nach dem ausgiebigen Frühstück gingen wir wieder zur Bahn, um die Maße der Räder von den Kommissären checken zu lassen und noch ein paar Feineinstellungen zu machen. Als erstes stand die Einerverfolgung in der Klasse U 17 weiblich auf dem Plan, in der Victoria für Niedersachsen an den Start ging. Sie schaffte gleich die NK2-Norm (NK=Nationalkader). Direkt im Anschluss ging U 17 männlich an den Start. In dieser Altersklasse brachte Niedersachsen gleich acht Fahrer an den Start. Von den U 17m-Fahrern schaffte nur Johann die NK2-Norm, Anton scheiterte leider knapp. Wir anderen Starter lagen relativ dicht beieinander im hinteren Mittelfeld. Jetzt wissen wir also, wo wir stehen und was wir im Winter trainieren müssen. Bei der U 19 männlich gingen Josse und Clemens an den Start. Josse fuhr das erste Mal auf der Bahn und überraschte mit sehr guter Leistung. Erwähnenswert ist noch, dass Jasper Carls aus Greifswald einen neuen deutschen Rekord in der U 17m über 2.000m Einerverfolgung fuhr.

Nach den Rennen gingen wir zum Essen zurück in die Kantine, um Kräfte für die anstehende 4er-Mannschaftsverfolgung zu sammeln. Hier startete wieder Victoria als erste in einem aus verschiedenen Bundesländern gemischten Team, was ein bisschen kompliziert war, da sie das erste Mal in dieser Zusammensetzung fuhren. Bei den U 17-Jungs gab es dann zwei Teams á 4 Leute aus Niedersachsen. Zuerst startete Team 2 und konnte sogar das gegnerische Team einholen. Jetzt hieß es für Team 1 nachlegen. Bei Team 1 lief es recht gut, nur wurde leider eine Runde zu früh das Glockenzeichen für die letzte Runde gegeben, sodass mein Team eine Runde zu früh aufhörte zu fahren. Allerdings wurde schließlich der Mittelwert der Runden 9 bis 11 als Zeit für die fehlende letzte Runde addiert, weshalb am Ende eigentlich alle halbwegs zufrieden waren mit Platz 5 und nur ca. 3 Sekunden Abstand auf das Podium. Als Letztes starteten wieder die U 19er, die auch beide in einem Mixed-Vierer fuhren, der leider nicht ganz rund lief.

Nach dem Abendbrot hieß es Lenker umbauen für die morgigen Wettkämpfe, die jetzt nicht mehr gegen die Uhr waren, sondern direkt gegen andere Fahrer. Zurück in der Unterkunft, besprachen wir noch einmal den Tag und bekamen Verbesserungsvorschläge. Dann ging es auf die Zimmer, um möglichst schnell zu schlafen, denn der nächste Tag sollte nochmal alle Kräfte erfordern.

Der Sonntag begann auch schon um kurz nach sechs Uhr morgens. Zunächst mussten wir Sachen packen, da wir nicht mehr ins Appartement zurückkommen würden. Es folgten Frühstück in der Kantine und Warmfahren für das erste Rennen des Tages. Beim Warmfahren stürzte Levi bedauerlicherweise. Er wurde zwar schnell behandelt, prellte sich aber den Arm und zog sich einige Schürfwunden zu. Deshalb konnte Levi leider am Sonntag nicht mehr an den Start gehen. Als erstes Rennen stand Ausscheidungsfahren auf dem Tagesplan. Victoria wurde in ihrem Lauf siebte. Danach kamen die U 17-Jungs. Bei uns gab es drei Läufe und Theo mit Platz 14, Johann mit Platz 13 und Nikita mit Platz 11 schnitten am Besten ab. Bei den U 19ern gab es zwei Läufe. Clemens wurde hier Achter. Nach den Rennen hieß es erst mal entspannen und Kräfte auftanken, bevor es dann zum letzten Rennen des Wochenendes in der Kategorie Madison ging. Hier erreichte Victoria mit einer zufälligen Partnerin einen guten Platz 3. Wir U 17m starteten alle im B-Finale. Johann und Anton wurden 2., Matti und Nikita belegten Platz 5 und Mikis und ich Platz 9 von 13 Paaren. Jetzt waren alle Rennen geschafft und wir konnten uns umziehen und zusammenpacken. Abschließend gab es noch eine kurze Besprechung, bevor es dann wieder auf die lange Fahrt nach Hause ging.

Das Wochenende in Frankfurt/Oder war für alle Anwesenden eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, um sich weiterhin zu verbessern und hat mir auch viel Spaß gemacht. Vielen Dank an Nikolaj, Jörg, Marc und Ronny für eure Unterstützung!

Gerne wieder

Jona