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Joris Lemke aus Niedersachsen für die MTB-WM nominiert

Joris Lemke vom Team Springe ist für die Weltmeisterschaft im Mountainbike Marathon nominiert. (https://www.rad-net.de/ajax.aspx/content/10aba8d6-646f-4711-b510-5c48f947a6cc.html). Damit ist Joris Teil der 15-köpfigen XCM-Nationalmannschaft und wird als jüngster deutscher Fahrer zusammen mit dem amtierenden Europameister und deutschen Meister Andreas Seewald (Singer KTM Racing) sowie weiteren Größen des deutschen MTB-Sports, wie Simon Stiebjahn (Singer KTM Racing), Sascha Weber (Trek/Snooze) und Simon Schneller (Team Bulls) am 6.9.2025 an der Startlinie des Grand Raid BCVS in Verbier (CH) stehen.

Die Weltmeisterschaft im Mountainbike Marathon (https://www.uci.org/race-hub/2025-uci-mountain-bike-world-championships-xcm/3YpwJwJPpsh9PQsoWRwnDF) wird nämlich im Rahmen des ältesten MTB Marathon Rennens  der Welt, dem Grand Raid BCVS (https://www.valais2025.ch/venues/grand-raid-bcvs), ausgetragen, das bereits seit 1990 stattfindet. Die Athleten starten im Massenstart um 6:40 Uhr im Zentrum von Verbier und haben anschließend eine Distanz von 125 km und 5025 Höhenmetern zurückzulegen, bevor sie das Ziel im walisischen Bergdorf Grimentz erreichen. Es steht zu erwarten, dass der Sieger diese Strecke in einer Zeit von knapp unter 6 Stunden absolvieren wird – gute Wetterbedingungen vorausgesetzt (https://grand-raid-bcvs.ch/de/verbier-grimentz-125km/).

Eine der Besonderheiten beim „Grand Raid BCVS“ stellt die sehr aufwändige Betreuung der Sportlerinnen und Sportler während des Rennens dar. Da der Streckenverlauf auf nahezu direktem Weg über alpines Gelände führt, wird das Erreichen der vom Weltverband festgelegten Verpflegungszonen für die Betreuer stets zum Wettlauf gegen die Zeit. Schließlich müssen die Betreuer mit ihren Kraftfahrzeugen den längeren Weg durchs Tal nehmen, weshalb das Risiko besteht, dass sie die Verpflegungszone erst erreichen, wenn der Sportler diese schon passiert hat. Da eine verpasste Flasche mit Kohlehydraten im schlimmsten Fall das Ende des Rennens bedeuten kann, wird Joris Lemke von zwei Betreuern, nämlich seiner Schwester Jette und seinem Vater Marcus, begleitet, die mit Flaschen, Werkzeug und Ersatzteilen in den von der UCI festgelegten Verpflegungszonen bereitstehen, um im Ernstfall jedem Problem gewappnet zu sein und so zu einem gelingenden WM-Debüt beizutragen. Um wirklich jedes Risiko zu vermeiden, haben wir uns schon im Vorfeld mit dem Betreuerteam eines anderen WM-Teilnehmers zur wechselseitigen Zusammenarbeit verabredet und werden daher auch zu einem gelingenden Rennverlauf des weiteren WM-Teilnehmers beitragen. Da sich die meisten Marathonfahrer, die ihren Sport auf derart hohem Niveau betreiben, gut kennen und teilweise auch gut befreundet sind, ist das Entstehen einer solchen „Verpflegungsallianz“ allerdings keine Besonderheit, sondern wird auch während der laufenden Saison gelegentlich in anderen Rennen praktiziert.

Joris ist Mitglied des Team Springe RSV von 1997 e.V. und fährt seit 2025 für das italienische DMT Racing Team. Sein Schwerpunkt lag in dieser Saison neben einigen Rennen in Italien und Spanien auf Etappenrennen der Kategorien S1 und SHC sowie UCI-Rennen der Kategorien C2 bis HC und CDM. Durch seine guten Ergebnisse konnte Joris in den vergangenen zwölf Monaten 117 Weltranglistenpunkte sammeln und sich so für die WM empfehlen. Zu seinen besten Ergebnissen dieser Saison zählt neben einem ersten Platz in der U23 Kategorie (9. Platz Elite) beim  „Roc Laissagais“ in Frankreich (UCI HC) und dem 14. Rang bei der Alpen Tour Trophy (UCI S1) auch der Sieg in der U23 Wertung (Platz 14 Elite) des spanischen Etappenrennens „La Leyenda de Tartessos“ im Januar dieses Jahres (UCI S2).